Chirurgie
In der oralchirurgischen Behandlung geht es darum, Erkrankungen und funktionelle Störungen im Bereich von Zähnen, Zahnfleisch und Kiefer gezielt zu diagnostizieren und sicher zu behandeln. Typische Anlässe sind entzündete Weisheitszähne, persistierende Infektionen an Zahnwurzeln, Zysten, verlagert liegende Zähne oder ein Rückgang von Knochen und Weichgewebe.
Die Eingriffe erfolgen in der Regel nach klarer bildgebender Diagnostik, häufig dreidimensional, sodass Lage, Ausdehnung und Beziehung zu Nerven und Nachbarstrukturen exakt beurteilt werden können. Auf dieser Grundlage wird der Eingriff geplant und schonend umgesetzt.
Ziel ist es, krankhafte Veränderungen zu entfernen, Schmerzen zu reduzieren, Infektionen zu kontrollieren und die strukturelle Stabilität im Kiefer wiederherzustellen. Gleichzeitig wird darauf geachtet, die Voraussetzungen für Folgebehandlungen wie Zahnersatz oder Implantate zu sichern.
Für eine langfristig stabile Mundsituation, die in enger Abstimmung mit Ihrem Hauszahnarzt geplant und umgesetzt wird, sodass Funktion, Ästhetik und Belastbarkeit dauerhaft erhalten bleiben.
Oralchirurgie/Zahnärztliche Chirurgie/Kieferchirurgie/operative Eingriffe in der Mundhöhle
Weisheitszähne führen bei Platzmangel oder Fehlstellung häufig zu Entzündungen, Druck auf Nachbarzähne oder wiederkehrenden Beschwerden. Die Entfernung erfolgt gezielt zur Beseitigung dieser Ursachen und zur Vermeidung von Folgeschäden. Ziel ist eine belastbare Zahnsituation ohne wiederkehrende Entzündungsprozesse, abgestimmt auf die weitere Betreuung durch Ihren Hauszahnarzt.
Die Lagebeziehung zu Nerven und Nachbarstrukturen wird vorab beurteilt, häufig mittels dreidimensionaler Diagnostik. Die Behandlung erfolgt unter lokaler Anästhesie, bei Bedarf ergänzt durch Sedierung.
Die Heilung dauert je nach Situation unterschiedlich lang und wird durch Wundpflege sowie Fadenentfernung im Rahmen der Verlaufskontrollen begleitet. Eine kurzzeitige Einschränkung im Alltag ist zu berücksichtigen.
Besteht eine Entzündung an der Wurzelspitze trotz vorangegangener Wurzelbehandlung fort, wird der betroffene Bereich gezielt operativ entfernt. Der Zahn bleibt erhalten.
Die Ausdehnung der Entzündung wird präzise, häufig dreidimensional, dargestellt. Der Eingriff erfolgt unter Vergrößerungsoptik. Die Wurzelspitze wird operativ im unteren Drittel freigelegt und dargestellt, der Wurzelkanal gereinigt und retrograd dicht verschlossen, z. B. mit Biodentin. Das Operationsgebiet wird desinfiziert und durch eine Wundnaht verschlossen.
Die Nachsorge erfolgt strukturiert mit Fadenentfernung und regelmäßigen Kontrollen.
Zysten im Kiefer führen zu Knochenabbau und können umliegende Strukturen verdrängen. Durch die Entfernung wird der Prozess gestoppt und die Regeneration ermöglicht. Ziel ist die Sanierung der knöchernen Struktur unter Schonung der angrenzenden Strukturen.
Der Nahtverschluss und Verlaufskontrollen begleiten die Heilung und die knöcherne Regeneration. Nach einer Ausheilzeit von ca. 6 Monaten erfolgt die Beurteilung des Befundes über eine erneute Röntgenkontrolle.
Verlagerte Zähne verbleiben im Kiefer und können die Entwicklung des Kiefers und der Nachbarzähne behindern. Durch die Freilegung wird der Zahn zugänglich gemacht und angebunden. Ziel ist die Eingliederung in die Zahnreihe.
Die Lage wird vorab genau bestimmt – ggf. mittels DVT-Technologie (3D). Der Zahn wird chirurgisch über einen kleinen Schnitt dargestellt und für die kieferorthopädische Weiterbehandlung vorbereitet.
Ein ungünstig ansetzendes Lippenbändchen kann zu Zug auf das Zahnfleisch oder zu Zahnlücken führen. Ziel ist eine spannungsfreie Weichgewebssituation.
Der Eingriff erfolgt unter lokaler Anästhesie. Das Gewebe wird angepasst und direkt vernäht.
Die Heilung verläuft nimmt einige Tage in Anspruch und wird kontrolliert begleitet.
Fehlender Knochen begrenzt die Möglichkeit für Zahnersatz oder Implantate. Ziel ist der Aufbau einer belastbaren Grundlage.
Die Defektsituation wird präzise analysiert, häufig dreidimensional. Der Aufbau erfolgt angepasst an die geplante spätere Versorgung.
Unregelmäßige Knochenverhältnisse können die Versorgung erschweren. Ziel ist eine gleichmäßige, belastbare Struktur.
Die betroffenen Bereiche werden gezielt chirurgisch angepasst, um eine stabile Auflage zu schaffen.
Nicht erhaltungsfähige Zähne werden entfernt, um Entzündungen und funktionelle Einschränkungen zu vermeiden. Ziel ist eine stabile Ausgangssituation für die weitere Versorgung.
Die Situation wird vorab beurteilt, bei Bedarf dreidimensional. Die Entfernung erfolgt unter Anästhesie, optional mit Sedierung.
Nahtverschluss, Wundpflege und Kontrollen sichern die Abheilung.
Die chirurgische Planung entwickelt sich weiter in Richtung Gesamtbetrachtung. Dreidimensionale Bildgebung wird zunehmend mit intraoralen Scans kombiniert, sodass Eingriff und spätere Versorgung gemeinsam geplant werden können.